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Die Torhüter Kobras und Kofler stehen nicht nur heute (20.30 Uhr) im Mittelpunkt.
Fussball. Wenn heute um 20.30 Uhr das Spiel zwischen Altach und der Austria in der Cashpoint-Arena angepfiffen wird, stehen die zwei Torhüter ganz besonders unter Strom. Schon ein Fehler von Martin Kobras (Altach) oder Alexander Kofler (Austria) könnte die Partie entscheiden. Doch „KO & KO“ stehen für Konstanz – sowohl was ihre Leistungen als auch ihr Auftreten zwischen den Pfosten betrifft. Das bezeugt auch die Statistik: Kobras hielt in seiner bisherigen Karriere in 195 Kampfmannschaftsspielen 78 Mal die Null fest, bei Kofler stand in 152 Einsätzen 47 Mal die Null. Anders als beim Lingen-auer läuft beim 25-jährigen Kärntner mit Saisonende der Vertrag aus. „Wenn ich ehrlich bin, dann beschäftigt mich das gar nicht. Ich kann es eh nicht beeinflussen und konzentriere mich lieber auf meine Leistung.“ Und so kommt ihm das Derby gerade recht. Zur Werbung in eigener Sache und für den Traum Bundesliga. Doch dahin wollen auch die Altacher – mit ihrem Schlussmann und zweifachen „Fußballer des Jahres“ in Vorarlberg, Martin Kobras.


Was macht Ihnen Angst? Als Torhüter und als Privatperson?
Martin Kobras: Angst? – Schwer zu sagen. Das Wichtigste ist Gesundheit. Aber mit dem Thema Angst beschäftige ich mich nicht. Vielleicht gibt es ja mal eine Situation, vor denen einem bange wird. Doch als Sportler habe ich gelernt, positiv zu denken. Schon in Graz bei Sturm und jetzt auch in Altach habe ich in diese Richtung immer wieder mit einem Mentalcoach trainiert.
Alexander Kofler: Schwer zu sagen. Angst ist im Fußball ein schlechter Ratgeber, das lasse ich nicht zu. Privat gilt das für mich eigentlich auch. Ein gesundes Selbstvertrauen hilft dabei.


Was verbinden Sie mit dem 24. September 2008?
Kobras: Ich denke, es war der Tag meines Bundesliga-Debüts (Anm. d. Red.: 1:3 mit Sturm in Salzburg). Es war eine tolle Sache, als es geheißen hat: Du spielst. Das will ich jetzt mit Altach erreichen. Deshalb freue ich mich auf das Cupspiel bei Rapid. Mit Sturm habe ich da ja schon gespielt.


. . . und Ihre Erinnerung an den 23. Juli 2010?
Kofler: Wahrscheinlich mein erstes Spiel für die Austria. Es war in Altach, ich weiß noch alles ganz genau: Den weiten Ball auf Tomi, wie sich Christian (Anm. d. Red.: Mendes) verschätzt hat und der Schiedsrichter in die Hosentasche gegriffen hat. Ich saß ja auf der Ersatzbank – und der Trainer Edi Stöhr hat nur gemeint: Junge, nutz die Chance. Für mich war es ein Super-Einstand. Ich habe den Elfmeter gehalten und die Chance genutzt.


Was verstehen Sie unter einem besonderen Spiel?
Kobras: Das allererste Derby nach dem Bundesliga-Abstieg inLustenau gegen die Austria. Wir waren eine komplett neue Mannschaft und haben 2:0 gewonnen.
Kofler: Das sind die Derbys mit Lustenau, aber auch die Cupspiele in Wien gegen die Austria oder in Kapfenberg waren besondere Spiele für mich. Oder das letzte Heimspiel gegen St. Pölten, wo ich einen guten Tag hatte.


Wie ist das für einen Torhüter, wenn er nicht viel zu tun bekommt – schwierig oder doch etwas leichter?
Kobras: Es kommt, wie es kommt. Zuletzt in Grödig hatte ich nichts zu tun. Ein Schuss, ein Tor – und ich hatte keine Abwehrchance. Wichtig ist, konzentriert zu bleiben. Egal wie es passiert, am Schluss muss einfach die Null stehen.
Kofler: Eher schwierig. Du musst 90 Minuten genau am Punkt sein. Die wenigen Aktionen müssen passen. Unter Dauerbeschuss hast du weniger Zeit zum Nachdenken.

Warum gewinnt Altach das heutige Derby?

Kobras: Weil wir eine super Mannschaft haben. Wir spielen zu Hause, haben hier zuletzt drei Mal klar gewonnen. Wir stehen defensiv ganz gut und mit Aigner sind wir vorne immer für ein Tor gut. Außerdem ist die Motivation riesig.

Und was sagt der Lustenauer? Was spricht für die Austria?

Kofler: Weil wir einen Lauf haben, weil wir Tabellenführer sind und weil wir fast den kompletten Kader zur Verfügung haben. Hinten lassen wir wenig zu und vorne sind wir eiskalt.

Gibt es einen Torhüter, der Ihnen besonders gefällt?

Kobras: Die deutsche Welle ist schon extrem. Ein Manuel Neuer hat alles, was man als Torhüter braucht. Imponierend ist aber auch die Schnelligkeit und Explosivität eines Rene Adler.
Kofler: Nicht direkt. Aber ein Joe Hart, Gianluigi Buffon oder Petr Cech imponieren mir schon.