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Austrias Vorteil vor dem Spiel in Grödig liegt ganz klar in den Offensivreihen.
Wenn sich am Freitag (18.30 Uhr) der Tabellenerste und sein schärfster Verfolger gegenüberstehen, dann stehen sich auch die beiden besten Abwehrreihen der Liga gegenüber. Gerade einmal acht Gegentreffer haben die Austria und Grödig im bisherigen Verlauf der Meisterschaft kassiert. Zwei davon im direkten Duell am 17. August beim 2:2 im Reichshofstadion. Doch das Spiel der zwei Klubs ist nicht allein auf „Beton“ aufgebaut. Vor allem die Lustenauer Offensive mit fast drei Toren (2,7) pro Spiel ist das Prunkstück der Liga. Dazu tragen vor allem auch die beiden Deutschen Felix Roth (24) und Sascha Boller (28) bei. In ihrer nunmehr dritten Saison bei den Grün-Weißen ist das Duo ein wichtiger Bestandteil der momentanen LustenauerErfolgsgeschichte. Das beweist schon ein Blick auf die Statistik. Boller hat 66 Liga-Spiele für die Austria bestritten, dabei neun Treffer erzielt und 36 Torvorlagen geliefert. Roth kommt auf 61 Einsätze, er traf 14 Mal und lieferte bei 22 Treffern die Vorlagen. Imponierende Zahlen der deutschen „Zwillinge“. Denn gemeinsam ist beiden auch das Vertragsende mit 2013.


Vier Spieler angeschlagen
Ausgerechnet vor dem Spiel in Salzburg aber sind gleich vier Stammkräfte angeschlagen. Darunter befindet sich auch Roth, der aufgrund von Problemen mit der Hüft- und Bauchmuskulatur das Mittwoch-Training ebenso versäumte wie Jan Zwischenbrugger. Der 22-jährige Schnepfauer unterzog sich einer MR-Untersuchung, wobei keine Muskelverletzung festgestellt werden konnte. Um die Schmerzen im Rücken- und Gesäßbereich in den Griff zu bekommen, suchte Zwischenbrugger nun einen Osteopathen – Michael Rüscher in Egg – auf. Thiago de Lima Silva (28) machte gestern zwar seine ersten Laufversuche, doch ein Einsatz des Mittelstürmers ist sehr fraglich. Mit Zwischenbrugger und Thiago würden derAustria damit die bislang besten Torschützen der Saison ausfallen. Zusammen haben sie mehr als die Hälfte – Thiago/11, Zwischenbrugger/7 – der bislang 35 Saisontreffer erzielt. Klar, dass Trainer Helgi Kolvidsson im Training schon mal Ersatzvarianten ausprobierte. „Wir haben heute Vormittag noch Training, dann sehen wir weiter.“ Gut möglich also, dass zu Mittag dann alle Spieler den Bus Richtung Grödig besteigen.
Wohl auch Torhüter Alexander Kofler, der sich gestern aufgrund seiner Rückenschmerzen eine Infusion geben ließ, auf das Training verzichtete und sich einer MR-Untersuchung unterzog. Sein Ausfall würde richtig schmerzen, hatte er doch gerade in den letzten Spielen stets ein Sonderlob seines Trainers erhalten.


Kampfansage aus Grödig
Aus Grödig jedenfalls kommt schon eine Kampfansage für Freitag: „Sie müssen einen guten Tag haben, damit sie uns schlagen“, sagt Trainer Adi Hütter in Richtung Austria. DieLustenauer aber dürfen sich zumindest auf einen stimmkräftigen Anhang verlassen. Mehr als vier Busse mit Fans werden am Nationalfeiertag Richtung Salzburg fahren und für eine Heimspielatmosphäre in der Untersbergarena sorgen. „Wir freuen uns“, lautet der Konter von Austrias Kolvidsson