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Kofler verletzt, Hefel ausgeschlossen – bei der Austria herrscht dennoch keine Unruhe.

Die Verletzung von Alexander Kofler, die Rote gegen Lukas Hefel, zwei Elfmeterpfiffe und ein Fehlgriff von Christoph Stückler – der vergangene Freitag brachte nicht nur die erste Saisonniederlage für die Austria, sondern auch einige mehr oder weniger „komische Momente“.

„Vor dem Spiel haben wir darüber gesprochen, dass ich ins Tor gehe, wenn etwas passiert“, erzählt Verteidiger Stückler. Im Training hatte sich der 32-Jährige schon öfters warm schießen lassen, auch die Situation war für ihn nicht neu. „Das hatten wir schon ein-, zweimal.“ Dass es in Grödig passierte, war aber auch für ihn eine neue Erfahrung, „die ich eigentlich nicht mehr brauche“. Zwischen den Pfosten nämlich sieht laut Stückler ein Spiel gleich anders aus. Erst im TV hat er dann seinen Fehlgriff beim 0:1 gesehen. „Erst dachte ich, ich wäre zu wenig hoch gesprungen.“

Den Routinier aber wird dies nicht aus der Bahn werfen. Auch von Unruhe ist bei der Austria nach der ersten Saison-Niederlage nichts zu spüren. Ein Torhüter wird nun gesucht – und diese Woche wohl gefunden werden. Idealerweise ein Perspektiv*mann (Präsident Hubert Nagel: „Wir haben zwei, drei auf der *Liste“), ansonsten ein „Helfer für fünf Spiele“. Und der könnte Christian Mendes heißen. Vor gut drei Wochen hatte sich der Klub vom 39-Jährigen getrennt. Das könnte sich auch Trainer Helgi Kolvidsson vorstellen, um dann im Winter in Ruhe einen neuen Keeper holen zu können. Vorerst aber heißt es abwarten, ob Hefel (Nagel: „Die TV-Bilder zeigen, dass er gar nicht letzter Mann war“) überhaupt gesperrt wird und wie sich die Verletzung von Kofler (25) in den nächsten Tagen entwickelt.

Tag voller Höhen und Tiefen
Für den erst 18-jährigen Hefel endete der erste Auftritt im Profizirkus letztlich mit einer Enttäuschung. Dabei hatte die Partie für den Gymnasiasten so gut begonnen. „Ich war richtig froh, als der erste Ball auf das Tor kam. Es war einfach cool, von Beginn an dabei zu sein und vor den vielen Fans zu spielen.“ Nervlich sei er zwar angespannt gewesen, aber „gar nicht so schlimm“. Und nach dem gehaltenen Elfmeter war er so richtig im Spiel. Bis zu jener 77. Minute, als er Grödigs David Witteveen von den Beinen holte. Rot, Ausschluss, Enttäuschung – aber keine Vorwürfe. „Das tut gut“, sagt Hefel.