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1:2-Niederlage der Lustenauer in St. Pölten – Debütant Pösendorfer nicht immer sicher.


Nach dem 0:1 in Grödig verlor die Lustenauer Austria auch ihr zweites Spitzenspiel im fremden Stadion. Beim 1:2 in St. Pölten verlor die Kolvidsson-Truppe mit Fortdauer der Partie – etwas unverständlich – mehr und mehr ihre Souveränität.

Kein Abtasten im „Tiefkühlschrank“ NV-Arena, es ging gleich zur Sache. Weil die Hausherren mächtig Druck machten. Und so stand Austria-Debütant René Pösendorfer sofort im Mittelpunkt. Schon nach zwei Minuten musste das Geburtstagskind im Lustenauer Tor erstmals Kopf und Kragen gegen Robert Gruberbauer riskieren. Trotz seiner langen Spielpause war der 23-Jährige somit gleich auf Betriebstemperatur. Er spielte auch gut mit, allerdings war ihm in den entscheidenden Situationen die fehlende Spielpraxis doch anzumerken.

Routiniert überstand die Austria die erste Druckphase und setzte ihrerseits erste Akzente. Die erste Möglichkeit von Jan Zwischenbrugger (19.) war ein erstes Ausrufezeichen, beim zweiten Versuch zappelte der Ball im Netz. Danilo Soares war Ausgangspunkt und Vollstrecker eines wunderschönen Angriffs über Felix Roth und Thiago. Artistisch nahm der 21-Jährige den Ball mit rechts an und überhob dann mit links Torhüter Christoph Riegler. Es war ein Kabinettstück des besten Austria*ners an diesem nasskalten Abend in St. Pölten. Bitter für den Brasilianer, dass er nach Seitenwechsel zur tragischen Figur werden sollte. Er verdrehte sich das Knie in einem Zweikampf mit Mirnel Sadovic und musste mit Verdacht auf eine Zerrung vom Platz getragen werden.

Direkt in das Herz der Austria
Trainer Helgi Kolvidsson stellte nun um: Harald Dürr wechselte auf die Außenposition, der neu ins Spiel gekommene Patrick Salomon agierte nun zentral. Doch die Sicherheit aus der ersten Halbzeit war nun nicht mehr zu sehen. Der Austria fehlte ihr Bester und die Hausherren witterten Morgenluft.

Als Antreiber fungierten immer wieder Konstantin Kerschbaumer und Michael Ambichl. Letzterer ärgerte sich zwar erst über ein Abseitstor (63.), doch dann versetzte der eingewechselte Marcel Holzmann der Austria den Todesstoß. Der Ex-FCler übernahm eine Ambichl-Flanke direkt zum 2:1-Endstand (79.).