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Austria-Stürmer Thiago freut sich auf das erste Heimspiel heute (18.30 Uhr) gegen Hartberg.

In der vergangenen Saison schoss Thiago De Lima Silva die Austria im Herbstdurchgang mit 13 Treffern an die Spitze der „Heute für Morgen“ Erste Liga. Im April dieses Jahres zog sich der Stürmer einen Syndesmosebandriss zu und fehlte den Grün-Weißen acht Spiele im Aufstiegskampf. Als der 29-Jährige zwei Runden vor Meisterschaftsende wieder spielen konnte, war der Zug zum Titelgewinn längst abgefahren. Der positiv denkende gebürtige Brasilianer ist überzeugt, dass die Austria auch in dieser Meisterschaft ganz vorne mitmischt.

Eine neu formierte Austria ist mit einem 0:0-Remis in Parndorf in die Meisterschaft gestartet. Wie zufrieden waren Sie mit dem Ergebnis?
Thiago: Es haben ja nur noch drei Spieler aus der letztjährigen Mannschaft von Beginn an gespielt. Das Team hat ein völlig neues Gesicht bekommen. Wir sind auf einen Aufsteiger getroffen, der sehr defensiv eingestellt war und zu Hause sehr aggressiv gespielt hat. Der Platz war, ohne eine Ausrede zu suchen, auch nicht einfach zu bespielen. Trotzdem sind wir zu Chancen gekommen. Wir sind sicher nicht schlechter als letztes Jahr, müssen uns aber noch einspielen und zusammenfinden. Dann bin ich überzeugt, dass wir eine sehr gute Rolle in dieser Saison spielen werden.

Auch Sie haben im Herbst unter dem Rückfall der Austria gelitten. Wie haben Sie das Ganze verarbeitet?
Thiago: Ich wurde ja immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen und konnte der Mannschaft nicht wirklich helfen. Es hat mich sehr traurig gemacht, wie die Rückrunde verlaufen ist. Aber jetzt bin ich seit dreieinhalb Wochen fit und versuche durch hartes Training wieder zu meiner alten Form zu finden. Ich bin überzeugt, dass bald der Knopf platzen wird und ich dann wieder Tore für die Austria schieße. Ich habe das Toreschießen ja nicht verlernt, und diese Mannschaft wird sich viele Chancen herausspielen, damit auch ich wieder Tore machen kann.

Mit Marcel Schretter und Jailson stehen Ihnen zwei neue Sturmpartner zur Seite. Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit schon?
Thiago: Durch diese beiden Spieler ist unser Angriffsspiel viel flexibler geworden. Im Moment sind Marcel und ich hinter Jailson aufgestellt. Aber das ändert sich im Spiel öfters. Daher sind wir für die Gegner auch schwerer auszurechnen. Auch Patrick Salomon macht viel Druck nach vorne. Ich glaube, wir sind gut besetzt im Angriff und der Trainer hat jetzt viele Möglichkeiten.

Mittlerweile sind drei Brasilianer bei der Austria. Wie wohl fühlen Sie sich um Ihre Landsmänner herum?
Thiago: Das ist natürlich ein schönes Gefühl. Aber ich bin schon sehr lange in Vorarlberg und verstehe mich auch mit den anderen Mitspielern sehr gut. Ab und zu kann es ein Vorteil sein, wenn ich mich mit Jailson oder Galvão im Spiel auf portugisisch unterhalte und die Gegenspieler nichts davon verstehen (lacht).

Und wie viel Sambafußball wird man im Reichshofstadion diese Saison sehen?
Thiago: Wir werden alles dafür tun, dass die Leute mit uns Spaß haben. Aber wir zeigen auch Respekt vor unseren Gegnern.

Der Mannschaft wird ein gutes Potenzial nachgesagt. Was trauen Sie diesem Team zu, wenn es eingespielt ist?
Thiago: Um ganz vorne zu sein, braucht es auch etwas Glück. Wenn es läuft, dann läuft es und du bist vorne dabei. Aber wenn es nicht läuft, kann es auch schnell in die andere Richtung gehen. Aber wie gesagt, wenn diese Mannschaft sich findet, ist einiges möglich. Ich denke, wir sollten von Spiel zu Spiel schauen, Punkte sammeln und die Fehler im richtigen Moment erkennen. Wir haben ein starkes Trainerteam und ich glaube, dass wir am Ende ganz vorne sein werden. Der Verein feiert ja im kommenden Jahr sein 100-Jahre-Jubiläum, da soll es auch sportlich etwas zum Jubeln geben. Mein Traum, unser aller Traum ist immer noch der Aufstieg in die Bundesliga.

Heute kommt Hartberg ins Reichshofstadion. Die Erwartungen der Fans sind groß. Ist die Mannschaft schon so weit, um diesen unangenehmen Gegner zu schlagen?
Thiago: Das wird sicher kein einfaches Spiel. Aber wir sind zu Hause, müssen hoch motiviert sein und die Fans auf unsere Seite bringen. Uns ist auch bewusst, dass ein Sieg im ersten Heimspiel sehr wichtig ist. Doch wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen und müssen Vollgas geben, damit wir mit drei Punkten vom Platz gehen können.