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Austria im Heimspiel gegen die Vienna erneut nur mit einer Nullnummer.

„Zu wenig“, sagte ein enttäuschter Helgi Kolvidsson nach dem Schlusspfiff. Der Austria-Trainer sprach dabei nicht nur das Ergebnis (0:0) an, sondern vielmehr die spielerische Vorstellung seiner Mannschaft. „Viel zu hektisch, viel zu verkrampft – dabei wollten wir den Ball laufen lassen“, schüttelte der Isländer den Kopf. Dabei hatten ihn die Trainingsleistungen so zuversichtlich gestimmt. Und nun: Die Austria wartet weiter auf den ersten Saisonsieg und auf das erste Saisontor – 360 torlose Minuten. Selbst ein 14-minütiger Unterbruch aufgrund eines Gewittersturms half da nicht.

Personell hatte der Trainer wieder durchgemischt. Nach der extrem offensiv orientierten Aufstellung in St. Pölten probierte es Kolvidsson dieses Mal mit einer Sicherheitsvariante: Erstmals mit Jürgen Patocka von Beginn an und mit Christoph Kobleder und Wal Fall im zentralen Mittelfeld, dafür musste Stürmer Marcel Schreter vorerst auf die Bank. „Wir wollten uns Optionen offen lassen“, so die Interpretation des Trainers. Seine Vorstellungen wurden aber nach 22 Minuten durchkreuzt. Da verletzte sich Fall im Laufduell mit Markus Pink so unglücklich, dass er das Stadion nach 90 Minuten auf Krücken (Verdacht auf Bänderriss) verließ. Dass zum Zeitpunkt seiner Auswechslung schon die ersten Pfiffe von der Tribüne zu hören waren, verriet viel über die Anfangsphase. Die Grün-Weißen wirkten ängstlich, verunsichert und konzeptlos. Der Wille allein war zu wenig, um das Schlusslicht aus Wien auch nur ein wenig vor Probleme zu stellen. Im Gegenteil: Die von Kurt Garger gecoachten Gäste verzeichneten durch Andrej Lebedev nach neun Minuten einen Kopfball auf die Querlatte und dann eine Riesenmöglichkeit durch Pink, der allein auf Torhüter Christopher Krenn lief, dann aber im Abschluss versagte.
Nur 20 Minuten druckvoll
Zur Pause dann verdunkelte sich der Himmel über Lusten*au immer mehr. Ein erstes „Gewitter“ in der Austria-Kabine zeigte nach Wiederanpfiff Wirkung. Endlich war das Spiel zielstrebiger, wurden die Bälle in die Tiefe gespielt und auch erste Möglichkeiten erkämpft. Galvão vergab nach Thiago-Vorarbeit (47.) aber ebenso wie Jailson, der bei seinem Kopfball nach einer Salomon-Flanke jegliche Torjäger-Qualitäten vermissen ließ (58.). Als der Himmel dann endgültig seine Schleußen öffnete, war es um die Drangphase der Lustenauer wieder geschehen. Da half auch die Unterbrechung – SR Philipp Aiginger hatte die Teams nach 78 Minuten in die Kabine geschickt – nichts, und auch der ungewollte Zusammenprall des Referees mit Thiago (51.) brachte keine Besserung. So war es schließlich Pink, der allein vor Knett den Matchball vergab (84.).